Es muss Ostern werden

Es muss wieder Ostern werden

  • Es gab einmal Ekstase in der Kirche. Die ist in die Diskotheken abgewandert.
  • Es gab einmal Andacht in der Kirche. Die entwich in die Feinschmeckerlokale.
  • Es gab einmal Begeisterung in der Kirche. Die ist auf die Sportplätze abgewandert.
  • Dort hebt man Sieges Trophäen in die Höhe wie weiland in den Kirchen die Monstranzen,
  • dort küsst man Pokale wie der Priester den Altar.
  • Es gab einmal Feierlichkeit in der Kirche: Soutane, Stola, Rochette, Birett.
  • Jetzt schaut man, ob der Reitdress, weiße Hose, Frack und Zylinder, nicht feierlicher wirkt.
  • Es gab einmal heilige Spiele in der Kirche, fromme Geländespiele, menschenfreundliche Zeremonien.
  • Man durfte sich verkleiden und spielen. Auch das ist abgewandert in Karnevalsgesellschaften und Schützenvereine.
  • Es gab einmal Lamentieren, Moralisieren, Polter- und Donnerpredigten in der Kirche. Die hört man jetzt bei den Gewerkschaften und den Parteien.
  • Es gab einmal Betroffenheit in der Kirche. Aber die gibt es nirgendwo mehr.
  • Zur Zeit kann in der Kirche nur gelitten werden…

Michael Zielonka

Aus: M. Zielonka, Unkonventionelle Meditationen. Styria, Graz 1982.

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heilige Woche

Liebe Gemeinde!

  • Ein Ereignis in der Welt und in der Geschichte jeder Zeit hat die Frage nach dem Sinn des Lebens als wirklichen Schlüssel erwiesen: die Kreuzigung der Sohnes Gottes. Sie ist die große Lektion, wie wir von dieser Welt denken und reden sollen.

  • Sein Kreuz gibt den richtigen Wert einem jeden Ding, das wir sehen, allen Glücksgütern, allen Vorteilen, jedem Rang, allen Würden, allen Vergnügungen, aller Lust des Fleisches und der Lust der Augen und dem Hochmut des Lebens.

  • Das Kreuz hat uns gelehrt. was zu wünschen, was zu hoffen ist. Es ist der Klang, in welchem alle Temen der Musik dieser Welt schließlich sich auflösen sollen (aus dem Brevier in der Passionszeit).

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Osternacht Lesungen

Die Schule des Wortes in dem hl. Großen Fest aller Feste

 1. Lesung Gen 1,1-2,2: Schöpfung

Bisweilen ist es gut, bei Adam und Eva anzufangen, um die Bedeutung eines Ereignisses und seiner Umstände besser erklären und verständlich machen zu können. So auch in dieser Nacht der Nächte.

Mit der biblischen Symbolerzählung vom Entstehen und Werden der Erde und ihrer Bewohner wird uns Gott als Urheber allen Lebens vor Augen gestellt. Sein Wort bringt Leben hervor: »Es werde!« In den Kategorien der Naturwissenschaft ist dieser Text nicht zu lesen. Vielmehr steht die Aussage im Vordergrund, dass alles, was ist und sein wird, von Gott ins Dasein gerufen wurde. Die Schöpfung Gottes ist gut, sogar sehr gut – und doch ahnen wir zugleich, dass der Mensch in seiner Verantwortung für Schöpfung und Welt, für die Menschheit und auch sich selbst gegenüber oft weit unter seinem Niveau bleibt. In dieser Nacht der Nächte ahnt der Mensch hoffentlich auch, dass Gott den Menschen zu einem »neuen Werden« in dessen Leben ruft.

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