heilige Woche

Liebe Gemeinde!

  • Ein Ereignis in der Welt und in der Geschichte jeder Zeit hat die Frage nach dem Sinn des Lebens als wirklichen Schlüssel erwiesen: die Kreuzigung der Sohnes Gottes. Sie ist die große Lektion, wie wir von dieser Welt denken und reden sollen.

  • Sein Kreuz gibt den richtigen Wert einem jeden Ding, das wir sehen, allen Glücksgütern, allen Vorteilen, jedem Rang, allen Würden, allen Vergnügungen, aller Lust des Fleisches und der Lust der Augen und dem Hochmut des Lebens.

  • Das Kreuz hat uns gelehrt. was zu wünschen, was zu hoffen ist. Es ist der Klang, in welchem alle Temen der Musik dieser Welt schließlich sich auflösen sollen (aus dem Brevier in der Passionszeit).

Blicken wir deshalb auf das Kreuz, das wir in diesen drei heiligen Tagen der Karwoche besonders feiern: Das Kreuz der Christen ist zugleich Tod und Auferstehung, Leid und Freude, Weg und Ziel.

Am Palmsonntag entdecken wir die zwei Gesichter der Menschen. Voller Begeisterung begrüßen sie Jesus als Friedenskönig und Hoffnungsträger.Voller Hass fordern sie fünf Tage später seinen Tod am Kreuz. Das Kreuz mit dem Palmzweig ermahnt uns heute, bei den Menschen zu bleiben, bis unter das Kreuz.

Am Gründonnerstag stellt Jesus uns die Frage mit seinem Fußwaschungsbeispiel: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?”

This handout photo made by Italian Justice Minister shows Pope Francis washes and kisses the feet of a young offender during the mass of the Lord’s Supper during on Holy Thursday at the prison for minors “Casal del Marmo” in Rome, Italy, on 28 March 2013.
ANSA/ITALIAN JUSTICE MINISTER/AGOSTINO SCUDIERI
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Offensichtlich begreifen wir nicht so recht, denn:

  • wir sind weit von Gewaltfreiheit und Toleranz, Versöhnung und Frieden entfernt.

  • in der Kirche würde sonst mehr Dialogbereitschaft und Geschwisterlichkeit, Offenheit und Demut anzutreffen sein. Jesus sagt uns dazu: Ich habe euch ein Beispiel gegeben. damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.”

Am Karfreitag hören wir in der Johannespassion, dass das Kreuz kein Zeichen des Todes und der Schande ist, sondern ein Zeichen des Lebens und der siegreichen Erhöhung Jesu Christi. So wird mit den Augen des Glaubens schrittweise erkannt, dass das größte Ärgernis – am Kreuz gehenkt zu werden – der größe Liebeserweis Gottes an uns Menschen war. Bis in die tiefste Erniedrigung wird Gott mit uns und mit unserem Menschenschicksal solidarisch. Niemals in der Geschichte der Kirche, wurde am Karfreitag eine Eucharistiefeier gehalten. Sie wollte damit die Trauer über den Kreuzweg und über den Kreuzestod Jesu zum Ausdruck bringen. Ja. Die Kirche hat den Fasttag so ernst genommen, dass sie in den ersten Jahrhunderten sogar auf die eucharistische Speise an diesem Tag verzichtet hat. Das tun auch wir seit einigen Jahren. Sehnsucht, Trauer, aber auch Hoffnung und Erwartung auf den Auferstandenen begleiten uns in diesen Stunden bis zur Osternacht: In dieser Nacht hat sich die Geschichte unserer Welt und der Menschheit verwandelt: Es ist die Nacht des Übergangs Jesu vom Tod zum Leben. Das feiern wir mit Hilfe der natür-lichen Symbole. die uns gegeben sind: Nacht und Licht.

  • damit wir Ostern besser begreifen lernen und

  • damit wir nicht durchdrehen, nicht verrückt werden in der Bedrängnis unserer Tage.

Wir feiern Ostern, die Nacht des Übergangs aller Glaubenden von der Verlorenheit in die sichere Zukunft Gottes: Ostern,

  • der Ausweg aus aller Dunkelheit, aus allem Schmerz, aus allen Krankheiten.

  • der Ausweg aus dem Tod ins Leben.

  • Das ist die österliche Botschaft – und unsere Antwort in der Liturgie lantet: Er-sultet, das heißt: aufspringen, tanzen, frohlocken vor Freude. Diese Botschaft möge unser Herz aufspringen lassen und uns durchdringen in unseren Alltag hinein.

Das wünsche ich Ihnen herzlich im Namen aller haupt- und ehrenamtliehen Mitarbeiter/innen

Ihr Don Orazio

 

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Autore: Bonassi Orazio

Nato a Rezzato in Provincia di Brescia il 27.maggio 1941 Cittadino Tedesco e appartenente al Clero della arcidiocesi di Monaco di Baviera. Ordinato Sacerdote a Brescia il 25 giugno 1966. Residente a Kammlach.