Eucharistie feiern

ALLELU-JA

“Halleluja, alles was atmet, lobet den Herrn, halleluja”. (Ps 150)

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  • Das Wort Halleluja stellt sich zusammen aus zwei hebräischen Worten: Hallel = lobet und Ja = Abkürzung des Namens Jahwe. So richtet sich das Lob an Gott, der als Schöpfer der Natur, des Alls und der Geschichte genannt wird. Unser Leben soll zu einem immerwährenden Lob Gottes werden. Jesus hat alle seine Jünger aufgefordert inständig zu beten. So soll auch unser Lob wie eine große Liturgie in unserem Leben werden.

  • Auch wir als Gemeinde setzen Akzente dieses feierlichen Lobes in unserem Leben. Am 1. Advent feiert die katholische Kirche das 25-jährige Jubiläum der Einführung der Gemeindemesse nach dem 2. Vatikanischen Konzil. “Es erscheint aber vielmehr so, dass Gemeinde und Zelebranten den Reichtum der erneuerten Gemeindemesse gar nicht entdeckt haben oder entdecken wollen. Zwar hatte man mit nachkonziliarem Elan Anfang dar 70.er Jahre Hochaltäre vernickt, aber der Schwung reichte nicht mehr, um eine ganzheitliche, lebendige Liturgie zu gestalten” so schreibt der Liturgiewissenschaftler Günther Hoffmann. Was haute in vielen Gemeinden Sonntag für Sonntag abzelebriert wird, ist eine Minimalform von Liturgie, eine Verarmung. Könnte da nicht das Reformjubiläum ein Anlass sein, Bilanz zu ziehen? Anlass zur Erforschung unserer Unterlassungssünden? Werden bei uns nicht so viele Messen gelesen, statt die Gemeindemesse zu feiern, ohne auf die Uhr zu schauen und an den Topf in der Küche zu denken? In vielen Pfarrblättern wird leider heute noch die vorkonziliarischen Bezeichungen, wie Hochamt, Betsingmesse usw. zu lesen. Nach der liturgiereform gibt es nur noch die missa cum populo” Gemeindemesse und die “Missa sine populo = Messe ohne Gemeinde.

  • Und noch eine Frage lässt sich zu unseren Sonn- und Feiertagen stellen: Was pflegen wir für eine Sonntagskultur? Viele folgen dem Trend und opfern alles dem Sport, der Unterhaltung und vergessen dabei, dass der Sonntag ein Fest der Familie ist und das, was in der Gemeindemesse gefeiert wird, sich danach am Tisch der Kirche im Kleinen (das ist die Familie) fortsetzen soll. Gehen wir in die Kirche, um eine Pflicht zu erfüllen oder ist für uns der Gang zur Gemeindemesse, die Teilnahme am Lob Gottes Freude und Bedürfnis?

  • Das ist der Punkt, auf den es ankommt. Wir brauchen nicht nur pflichtbewusste, sondern begeisterte Christen. Wir sehen, auch eine offene Gemeinde, wie sie die Puchheimer halten, hat noch viel zu tun auf dem Weg der erneuerten und lebendigen Liturgie zum Lobe Gottes. Ich wünsche allen erholsame Tage und vergessen wir auch in den Ferier nicht das große Hallellu-JA!

 

Don Orazio

 

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Autore: Bonassi Orazio

Nato a Rezzato in Provincia di Brescia il 27.maggio 1941 Cittadino Tedesco e appartenente al Clero della arcidiocesi di Monaco di Baviera. Ordinato Sacerdote a Brescia il 25 giugno 1966. Residente a Kammlach.