DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG ERNEUERT UNS IMMER WIEDER

 

Archivnummer: 160211-93-000117

DAS SAKRAMENT DER VERSÖHNUNG

Wie kann man Vergebung für die nach der Taufe begangenen Sünden EMPFANGEN? Die Vergebung der Sünden, die nach der Taufe begangen wurden, wird durch ein besonderes Sakrament gewährt, das Sakrament der Bekehrung, des Bekenntnisses, der Buße oder der Versöhnung genannt wird.

Wann sprach Jesus von diesem Sakrament? In der Pascha-Nacht zeigte sich Jesus seinen Aposteln und sagte zu ihnen: “Empfange den Heiligen Geist; wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie vereigert” (Joh 20,22-23).

Warum ist die Sünde so ein großes Übel?  Der Sünder verletzt die Ehre Gottes und seiner Liebe, seine eigene Würde als Mensch, der berufen ist, ein Sohn Gottes zu sein, und die geistliche Gesundheit der Kirche, von der jeder Christ ein lebendiger Stein sein muss.

Gibt es etwas Böses, das größer ist als die Sünde?  In den Augen des Glaubens ist kein Übel größer als die Sünde, und nichts hat schlimmere Folgen für die Sünder selbst, für die Kirche und für die ganze Welt.

Hängt die Bekehrung zu Gott nach der Sünde allein vom Menschen ab? Die Rückkehr zur Gemeinschaft mit Gott, nachdem sie durch die Sünde verloren gegangen ist, ist eine Bewegung, die aus der Gnade Gottes geboren wurde, reich an Barmherzigkeit und besorgt um die Erlösung der Menschen. Wir müssen um dieses kostbare Geschenk für uns selbst und für andere bitten.

Was bedeutet eine Rückkehr zu Gott? Der Rückweg zu Gott, genannt Bekehrung und Reue, impliziert einen Schmerz und eine Abstoßung für die Sünden, die mit der festen Absicht begangen wurden, in Zukunft nicht mehr zu sündigen. Die Bekehrung betrifft daher die Vergangenheit und die Zukunft: Sie wird von der Hoffnung auf die göttliche Barmherzigkeit genährt.

Was sind die konstituierenden Elemente des Sakraments der Buße?  Das Sakrament der Buße besteht aus den drei Handlungen des Beichtenden und der Absolution des Priesters. Die Handlungen des Pönitenten sind:

  • Reue,
  • Bekenntnis und
  • Beichte der Sünden gegenüber dem Priester und mit dem Ziel  der Genugtuung  zu erlangen.

Was müssen die Gründe für die Reue sein?   Buße (auch Reue genannt) muss von Gründen inspiriert sein, die vom Glauben diktiert werden. Wenn dann die Reue aus Liebe zu Gott kommt, wird sie “vollkommen” genannt; wenn sie aus anderen Gründen begründet wird, wird sie “unvollkommen” genannt.

Kann jemand, der eine Todsünde begangen hat, sofort Vergebung erlangen?  Wer eine Todsünde begangen hat, kann sofort Vergebung durch einen Akt vollkommener Reue in Verbindung mit einem festen Entschluss erhalten, so bald wie möglich auf die sakramentale Beichte zurückzugreifen.

Welche Sünden müssen wir bekennen? Wer Versöhnung mit Gott und mit der Kirche erreichen will, muss dem Priester alle schweren Sünden bekennen, die er noch nicht gestanden hat und an die er sich nach sorgfältiger Prüfung seines Gewissens erinnert. Auch das Bekenntnis zu den leichten Sünden, obwohl nicht notwendig, wird von der Kirche dennoch dringend empfohlen.

Warum ist Wiedergutmachung notwendig?  Der Priester schlägt dem Bußfertigen die Ausführung bestimmter Genugtuungen- und Bußhandlungen vor, um den durch die Sünde verursachten Schaden zu beheben und die Einstellungen im Einklang mit dem Jünger Christi wiederherzustellen.

Kann ein Priester freisprechen? Außer in Ausnahmefällen kann nur der Priester, der die Fakultät (oder die Gerichtsbarkeit) von der Kirche erhalten hat, gültig freisprechen.

Was sind die geistlichen Auswirkungen des Sakraments der Buße? Es gibt viele:

  • Versöhnung mit Gott,
  • Versöhnung mit der Kirche;
  • der Erlass der ewigen Strafe durch Todsünden;
  • der Erlass, zumindest teilweise, der zeitlichen Strafen, der Folgen der Sünde;
  • Frieden und Gelassenheit des Gewissens und des geistlichen Trostes;
  • die Zunahme der geistlichen Kraft für den christlichen Kampf.

Kann die Vergebung schwerer Sünden ohne Bekenntnis erreicht werden?  Nein: Das individuelle und vollständige Bekenntnis der schweren Sünden, gefolgt von der Absolution, bleibt das einzige gewöhnliche Mittel zur Versöhnung mit Gott und der Kirche.

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Autore: Bonassi Orazio

Nato a Rezzato in Provincia di Brescia il 27.maggio 1941 Cittadino Tedesco e appartenente al Clero della arcidiocesi di Monaco di Baviera. Ordinato Sacerdote a Brescia il 25 giugno 1966. Residente a Kammlach.