5. Sonntag im Jahreskreis B

an 7. Februar 2021

DIE SCHWIEGERMUTTER VON PETER LAG MIT FIEBER IM BETT

Jesus kam aus der Synagoge und ging mit seinen vier Freunden zum Haus von Simon.

Simons Schwiegermutter lag mit Fieber im Bett und sie erzählten ihm sofort von ihr.

Jesus, der auserwählte Prophet unter seinen Brüdern, verschmäht es nicht, sich ihrer kleinen Sorgen anzunehmen, er, der als “Heiliger Gottes” gekommen war, um den Bösen zu besiegen.

Dieses zweite Wunder des Heilands im Markusbericht ist Gegenstand dieses Mosaik. Es stammt aus dem dreizehnten Jahrhundert und wir können es in der Kathedrale von Monreale (Sizilien) bewundern.

Der Autor betont das menschliche Interesse an dem Ereignis:

1. das bemühte Gesicht der alten Frau auf dem Bett rechts,

2. und die offensichtliche Verlegenheit von Simon auf der linken Seite. Simon scheint sich für die Störung zu entschuldigen, die der Besuch in seinem Haus für den Meister bedeutet.

Der Heiland hält eine Schriftrolle in der Hand, die auf seine Identität als Logos oder Wort Gottes anspielt.

Als fleischgewordenes Wort verkündete Christus das Reich Gottes nicht nur in Worten, sondern auch “durch Wunder und Zeichen, die Gott selbst durch ihn gewirkt hat.”

Im heutigen Evangelium fasst Markus diese Aktivitäten zusammen und fasst die ersten Monate des öffentlichen Wirkens Jesu in der Aussage zusammen, dass er “durch ganz Galiläa ging”,

1. in ihren Synagogen zu predigen und

2. Dämonen auszutreiben” (Mk 1,39).

Markus erzählt, wie Jesus nach Heilungen und Austreibungen, die bis weit in die Nacht hinein in Simons Haus andauerten, dann vor Sonnenaufgang aufstand, um an einem verlassenen Ort zu beten.

Als Simon und die anderen ihn fanden und sagten: “Alle suchen dich”, antwortete er sofort: “Lass uns woanders hingehen, in die Nachbardörfer, damit ich dort predigen kann. (Mk 1,3 5-3 8).

Jesus stellte die Mission vor die körperliche und sogar vor die geistliche Erholung; er war gekommen, um das Reich Gottes zu predigen und die Krankheiten der Menschen zu heilen, nicht um zu schlafen oder gar zu beten.