11. Sonntag Jahreskreis A

Meine Ansprache am 11. Sonntag im Jahreskreis A

ABER DER ARBEITER SIND WENIGE

Mancano sacerdoti con l’odore delle pecore

Matthäusevangelium 9,36 — 10,8

  1. Die Situation: überall Arbeitslose. Männer wie Frauen, allen voran Jugendliche, finden keinen Job. Und mitten hinein in diese Situation hören wir das anklagende Schriftwort: »Die Ernte ist groß, doch der Arbeiter sind wenige. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden« (Matthäus 9,37—38). Klar, hier geht es um kirchliche Mitarbeiter. Und gerade diese sind und waren es damals schon – echte Mangelware. Es fehlt allenthalben an Priestern.
  2. Der Aufruf Jesu an die Zwölf, hinauszugehen und die Frohbotschaft zu künden, gilt heute noch. »Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!«
  3. Damit verbunden ist Jesu Aufforderung: Tut es frei und ohne Gegengaben zu erwarten. Die kleine Schar der »Zwölf«, soll Sauerteig werden für die anderen, soll Licht und Leuchte denen sein, die noch im Dunkel tappen.
  4. Seine Jünger sollen Gemeinschaft pflegen: also

    zuhören,

    hinhorchen,

    ermuntern,

    aufrichten,

    helfen,

  5. Als JACQUES GAILLOT Bischof von Evreux in Frankreich wurde, lag ihm viel daran, die Priester seines Bistums persönlich kennen zu lernen. Ihn interessierten vor allem auch die Beziehungen der Geistlichen zu ihren Gemeindemitgliedern. Es ging ihm um die Frage:
    • Wie leben die Priester mit den Menschen, die ihnen anvertraut sind?
    • Wie leben sie in ihrer Hausgemeinschaft?
    • Zeigen sie Mitgefühl?
    • Wie wird bei ihnen zu Hause Kirche konkret erfahrbar?

Der französische Bischof wollte klarstellen: Wer für Gott arbeitet, muss offen sein für die Sorgen und Nöte der Menschen.

Doch wie steht es bei uns um die zahlreichen verwaisten Pfarreien? Wie kann man den Menschen helfen, wie sie beraten, wenn es allenthalben an Geistlichen fehlt?

Wie kann man diesem Mangel abhelfen?

Die Schrift legt uns eine »Lösung« nahe: Bittet! Betet! Sorgt euch um Berufe! Trauen wir unserem Beten mehr zu! Wer sich diesbezüglich unbeholfen und schwach fühlt, dem hilft vielleicht ein Wort von ADOLPH KOLPING weiter: »Gott stellt jeden dahin, wo Er ihn braucht!«

Und das ist allemal dort, wohin und wozu wir ge- und berufen wurden und sind – von Gott wie von Menschen.

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Autore: Bonassi Orazio

Nato a Rezzato in Provincia di Brescia il 27.maggio 1941 Cittadino Tedesco e appartenente al Clero della arcidiocesi di Monaco di Baviera. Ordinato Sacerdote a Brescia il 25 giugno 1966. Residente a Kammlach.